Am Sonntag den 26.April 2026 wurde in Steyr ein kleines Stück oberösterreichische Leichtathletik-Geschichte geschrieben. Erstmals fanden Nachwuchs-Landesmeisterschaften im Bahngehen statt. In den Altersklassen U12 und U14 traten junge Athletinnen und Athleten über 1000 Meter an, in einer Disziplin, die oft unterschätzt wird, aber höchste Konzentration, Technik und Leidensfähigkeit verlangt.
Denn Bahngehen wirkt auf den ersten Blick simpel, ist jedoch in Wahrheit harte, oft schmerzhafte Arbeit. Muskelkrämpfe sind keine Seltenheit, während gleichzeitig zwei zentrale Regeln strikt eingehalten werden müssen. Das vordere Bein muss beim Aufsetzen durchgestreckt sein und es darf keine für das bloße Auge erkennbare Flugphase geben. Permanenter Bodenkontakt ist Pflicht. Kampfrichter überwachen die Technik genau, Verstöße werden konsequent mit Verwarnungen oder Disqualifikationen geahndet.Trotz dieser anspruchsvollen Vorgaben zeigten die Nachwuchsgeherinnen beeindruckende Leistungen. Besonders erfolgreich präsentierte sich unsere Sektion Leichtathletik. In der U12 sicherte sich Miriam Kleindienst mit einer Zeit von 6:50 Minuten die Bronzemedaille und verpasste Silber denkbar knapp um nur eine halbe Sekunde.
Auch in der U14 war der Nachwuchs der Sektion Leichtathletik der Sportunion Gmunden stark vertreten. Gleich drei Athletinnen belegten die Plätze drei bis fünf: Louisa Traxler holte mit 6:27 Minuten Bronze, gefolgt von Katharina Halver (6:35 Minuten) und Lena-Sophie Leitner (6:40 Minuten).

Die Premiere der Nachwuchs-Landesmeisterschaften im Bahngehen darf damit als voller Erfolg gewertet werden. Neben spannenden Wettkämpfen wurde einmal mehr deutlich, wie viel Disziplin, Technik und Durchhaltevermögen in dieser oft unterschätzten Leichtathletik-Disziplin stecken.
